Zum ersten Mal konnte ich richtig mit erleben, was Schuldgefühle sind und wie Jesus sie alle auf sich genommen und besiegt hat. Dieses Lied ist mit Valérie van Nes in der Karwoche 2026 entstanden.

Es war am Gründonnerstagabend und wir hatten das Heilige Grab vorbereitet, an dem wir jedes Jahr in den Karfreitag hinein Anbetung halten konnten. „Bleibe hier und wachet mit mir“, hatten wir gerade noch gesungen. Und dann gingen wir ins Bett – einer nach dem anderen. Einige beteten auf den Zimmern, andere wollten später wiederkommen. Doch der Feueralarm weckte uns alle dramatisch auf. Eine Laterne hatte noch gebrannt, die beim gehen niemand wahrgenommen hatte. Sie hatte einen Schwelbrand ausgelöst die schwer entflammbaren Stoffe und Kisten rußten und unsere wunderschöne, neue Kapelle wurde vollkommen zerstört. Wir standen einige Stunden draußen in der Nacht, während viele Löschzüge kamen, um uns zu helfen. Gottlob war am Karfreitag wunderschönes Wetter, und wir konnten den Tag großen, teils mit den Kindern draußen verbringen. Von Freitag auf Samstag starteten wir dann eine Nachtanbetung, in der dieses Lied entstanden ist. Ich hatte Valérie gebeten, einen Text zu schreiben und beschrieb ihr die Gefühle, die ich in der Nacht wahrgenommen hatte: Schuldgefühle. Hätte, sollte, wollte, würde… Bauchgrummeln, Herzklopfen, Gedankenkreisel. Ich fragte im Gebet nach, wo das Geschenk in dieser Situation sei, denn in der Schrift steht: „Denen, die Gott lieben, muss alles zum Besten gereichen!“ Und es war mir, als würde der HERR zu mir sagen: Es gibt so viele Schuldgefühle in der Welt. Ich möchte, dass du sie bis in die Eingeweide wahrnimmst und mir gibst. Ich machte mich also daran, diese Gefühle in allen Facetten aufzusagen und wahrzunehmen, ihnen Namen zu geben. Valérie verstand, was ich erlebt hatte, und schrieb diesen wunderschönen Text für das Lied. In der Anbetung an Karfreitag hörte ich dann diese Melodie, und wir konnten das Lied bereits in der Osternacht gemeinsam mit der 70-köpfigen Gruppe singen.

Wir hoffen, dass Bild und Text für viele Menschen, ein Trost und ein wenig hinaus aus der Schuld ins Licht sind. Wenn du helfen möchtest, die Kapelle wieder aufzubauen, dann gehe auf unsere Webseite: http://www.Apostelhaus-Alzgern.de

Kennst du Menschen die Schuldgefühle in sich tragen, dann gib Ihnen dieses Lied bitte mit unseren herzlichsten Grüßen und sag ihnen, dass wir alle in unser Gebet mit hinein genommen haben. Danke.

1. Ich spüre die kalten Fesseln der Schuld, die mich einschnürt. Sie greift nach meinem Herzen, dass nur noch Dunkel spürt. Unendlich groß der Schmerz ist, wie schwer er auf mir liegt! Er drückt mich in den Abgrund, wo alle Hoffnung flieht. Niemals Herr, bin ich würdig, wenn du mir nicht gnädig bist, doch du führst mich aus dem Tode zu deinem Heil und Licht. Komm mit, was du auch immer getan. Komm zu ihm! Er sieht dich liebend an! Er befreit, Jesus heilt, Jesus!

2. Die Ketten meiner Sünden zerbrichst mit deiner Macht. Erfüllst mich nun, o Tröster, mit deiner Lieb, so sacht. Du nimmst hinweg die Sünden, wie jubelt da mein Herz! Ich bin nun frei von Banden, denn Du trägst meinen Schmerz. Du sprengst all meine Fesseln mit deiner Gnad, o Herr! Wie jubelt meine Seele! Allein Dir sei die Ehr! Komm mit, was du auch immer getan. Komm zu ihm! Er sieht dich liebend an! Er befreit, Jesus heilt, Jesus! JESUS!

Danke liebe Bel!

Jan